24. März 2016 - Mareile Timm, Wasserforum Bremen

Was haben Erdbeeren mit Wassermangel zu tun?

Weltwassertag mit dem Wasserforum Bremen im Roland Center.
Im Rahmen des Wasserforums Bremen informieren BORDA, der BUND, biz und andere Mitglieder des Forums über den täglichen Wasserverbrauch und den eigenen „Wasserfußabdruck“ und die Möglichkeiten eines nachhaltigen Umgangs mit Wasser.

Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Es ist unser Lebensmittel Nummer eins. Wir brauchen es aber auch für viele andere Belange, z.B. für die Herstellung von jeglicher Art von Erzeugnissen. Jedes Produkt hat seinen eigenen Wasserfußabdruck, Erdbeeren aus Südspanien haben beispielsweise einen Wasserfußabdruck von ca. 350 Liter pro Kilogramm, das heißt, dass für die Produktion von einem Kilo Erdbeeren dort 350 Liter Wasser benötigt werden. Im Einkaufszentrum Roland Center konnten sich interessierte Besucher/-innen am Mitmachstand des Wasserforums Bremen über diese Thematik informieren. „Ich finde die Aktion gut, denn ich wusste gar nicht, dass für die Produktion von einer Jeans so viel Wasser benötigt wird. Ich finde es wichtig nachhaltig Einzukaufen“, meinte Raha F. aus Bremen Mitte.

Die Mitmachaktionen fanden im Rahmen des Weltwassertags statt, dessen Thema dieses Jahr „Wasser und Arbeitsplätze“ ist. „Ohne Wasser kann nichts produziert werden. Viele Unternehmen könnten noch sehr viel sorgsamer mit dieser kostbaren Ressource umgehen. Gerade in sonnenverwöhnten, aber regenarmen Ländern leidet die Bevölkerung oder die Natur ohnehin bereits unter Wasserknappheit“, so Randy Haubner vom Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz). Das Wasserforum Bremen setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser – lokal und global ein, es ist ein Zusammenschluss von Bremer Entwicklungs- und Umweltverbände wie BUND Bremen, biz, BORDA, Unicef und Robin Wood.

Ins Roland Center kommen die Menschen, um zu konsumieren. Das eigene Einkaufsverhalten beeinflusst indirekt über den Wasserfußabdruck auch die Wasserknappheit in anderen Ländern. Beispielsweise führt der intensive Obst- und Gemüseanbau in Südspanien zu Schwierigkeiten in der Wasserversorgung für die dortige Bevölkerung. Aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels wird das Wasser knapp und es müssen immer tiefere Brunnen gebohrt werden. Das Motto ist deshalb möglichst saisonal, regional, bio und fair einzukaufen, so werden Ressourcen, also auch Wasser und zudem das Klima geschont, meinen die Mitglieder des Wasserforums Bremen.