Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren

Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten, Hungersnöten oder extremen Naturereignissen. Umliegende Länder, die Geflüchtete aufnehmen, gehören oft ebenfalls zu den ärmsten der Welt. Ziel der Arbeit von BORDA ist es, Fluchtursachen wie Hunger zu bekämpfen und Geflüchtete in Flüchtlingslagern oder auch außerhalb der offiziellen Lager mit grundlegender Abwasserbehandlung zu versorgen.

Im Nordirak ist BORDA mit einem eigenen Büro aktiv, um die sanitäre Grundversorgung in Flüchtlingslagern zu verbessern und Gemeinden dabei zu unterstützen, die dort untergekommenen Geflüchteten zu versorgen und das Abwasserproblem zu lösen. In Mali stärkt BORDA die landwirtschaftliche Produktion und Ernährungssicherheit in den drei besonders betroffenen Regionen im Norden Malis – Timbuktu, Rharus und Dogonland – und arbeitet an der Nutzung von erneuerbaren Energien zum Betrieb von Sterling Motoren.

Eine Welt ohne Hunger

Die Sonderinitiative »Eine Welt ohne Hunger« des BMZ konzentriert sich größtenteils auf den Aspekt der Nahrungssicherheit des »Nexus« Wasser, Energie und Nahrungssicherheit, hält aber zeitgleich dazu an, die beiden anderen Sektoren in die Planung und Umsetzung von Projekten einzubeziehen. Die Definition des Nexus entstand aus der Notwendigkeit, die Relevanz der Verbindungen zwischen den drei Sektoren aufzuzeigen, die durch steigende Ressourcenknappheit und das globale Bevölkerungswachstum sichtbarer und dringlicher werden. Für ein zukünftiges, nachhaltiges Angebot von Services in den drei Bereichen müssen diese Interaktionen berücksichtigt und bestenfalls genutzt werden, damit ein ganzheitlicher Ansatz in gegenwärtigen und zukünftigen Projekten zum Tragen kommt.

BORDA verfügt über langjährige Erfahrung in allen drei Sektoren des Nexus. Zurzeit laufen weltweit verschiedene Projekte und Ansätze, bei denen mindestens zwei der drei einbezogen werden. Beispiele bilden die dezentralen Abwasserbehandlungsanlagen, die größtenteils ohne zusätzlich zugeführte Energie auskommen und so Energie und Wasser zusammenbringen. Im Fall der Biogasanlagen wird sogar Energie erzeugt. Die Erzeugnisse von Abwasserbehandlung, Biogasanlagen oder Abfallmanagement werden teilweise zurück in die landwirtschaftliche Nutzung geführt, unterstützen auf diese Weise die Nahrungssicherheit und schließen den Kreis.

Verschiedene Projekte sind in der Umsetzung:

  • Die bestehende Kooperation mit der Pollution Research Group (PRG) der University of KwaZulu Natal (UKZN) erstellt verwertbare Daten, wie die Wiedernutzung des aufbereiteten Wassers von DEWATS in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Mit BORDAs gewachsenem Einsatz in Forschung und Entwicklung wird diese Kooperation weiterhin wichtige Grunddaten und Wissen für Implementierungsprojekte im Rahmen des »Nexus« zur Verfügung stellen.
  • Die Projekte der Sonderinitiative »Eine Welt ohne Hunger« in Kambodscha, Indien und Lateinamerika sind in der Umsetzung und werden Informationen über die praktische Implementierung des »Nexus« Ansatzes bieten.

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