9. Oktober 2015 - Phillip Grimm

(M)ein Jahr mit „weltwärts Bremen“ in Nicaragua

„weltwärts“ ist das entwicklungspolitische Freiwilligenprogramm des BMZ. Seit 2008 schreibt das Konsortium „weltwärts Bremen“ unter dem Motto „Lernen durch tatkräftiges Helfen“ jährlich neue Projekte in den Projektbüros BORDAs oder deren Partnerorganisationen in den jeweiligen Einsatzländern in Übersee aus. Junge Freiwillige bekommen dadurch die Möglichkeit, sich entwicklungspolitisch zu engagieren und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Als erster Freiwilliger für das neu aufgebaute BORDA-Projektbüro in Nicaragua ging Phillip Grimm für ein Jahr nach Lateinamerika. Dort arbeitete er mit und an der Universidad Nacional de Ingeniería in Managua an einem Projekt zur Einführung von dezentraler Abwasserbehandlung in Nicaragua. Seine Eindrücke und Erfahrungen:

Ohne große Erwartungen, jedoch mit einer gehörigen Portion an Unsicherheit über Kultur, Arbeitsmoral und technischer Ausstattung kam ich im September 2014 nach Nicaragua, um gemeinsam mit der BORDA e.V. mein entwicklungspolitisches Freiwilligenjahr (weltwärts) abzuleisten.
BORDA war zu jener Zeit erst seit kurzem in Nicaragua vertreten und befand sich noch im Aufbau seiner Strukturen. Dies war zugleich auch mein größtes und anfängliches Bedenken.
Ich dachte, dass ich wegen noch fehlender Strukturen, Routine und Erfahrungen aus vergangenen Projekten nicht genügend Hand anlegen könnte, um mich im Projekt zu verwirklichen. Dies stellte sich jedoch als mein größter Irrtum heraus.
Denn abgesehen von sehr erfahrenen Arbeitskollegen und moderner technischen Ausstattung, war ich ab dem ersten Tag an in das vorhandene Projekt integriert und konnte Verantwortung übernehmen.
Es entstand ein sehr persönlicher und freundschaftlicher Bezug zu allen Arbeitskollegen im Projekt.
Ferner konnte ich bei Projektplanung und Budgetierung dabei sein, bekam Einblicke in Bereiche der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und die Möglichkeiten mich mit meinen persönlichen Stärken im Projekt zu engagieren. Ich konnte darüber hinaus meine Sichtweisen zur internationalen EZ schärfen, die dazugehörenden globalen Herausforderungen, Kernkompetenzen und Handlungsfelder kennen lernen.
In diesem Jahr machte ich wohl meine wichtigsten und lehrreichsten Erfahrungen meines Lebens, sowohl privat als auch beruflich.
Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei meinen netten Arbeitskollegen sowie Regional –und Landesleiter Pedro Krämer und Günther Klatte bedanken, die mir dies alles erst ermöglichten. Vielen Dank!

Mehr Informationen zum Freiwilligendienst weltwärts erhalten Sie hier.